Trotz Hitze purzeln beim Mainauenlauf die Rekorde
BayreuthAn die 1285 Teilnehmer aus dem Vorjahr kamen die Organisatoren des Mainauenlaufs am Sonntag zwar nicht heran, doch mit 1263 Läufern lag die Zahl nur minimal darunter. „Die Ferien und das verlängerte waren nicht optimal“, sagte Florian Maßen, Vorsitzender der Malicrew. Der Stimmung rund um die Wilhelminenaue tat das aber keinen Abbruch. Im Gegenteil: „Alle, mit denen ich gesprochen habe, waren sehr euphorisch“, freute sich Maßen.
Auch die hohen Temperaturen konnten den Startern nichts anhaben. Maßen betonte jedoch, dass man die Läufer dazu angehalten habe, Tempo rauszunehmen. „Auch die Streckenposten hätten jemanden aus dem Verkehr ziehen sollen, der schlecht aussieht“, sagte der Malicrew-Vorsitzende. Soweit kam es aber nicht, denn größere Vorkommnisse habe es nicht gegeben. „Der Schlüssel liegt darin, die Leute kühl zu kriegen, dann ist die Hitze nicht so ein großes Problem“, sagte Maßen. „Das ist uns gut gelungen.“
Die besten Läufer hatten Maßens Appell zwar gehört, gaben auf der Strecke aber dennoch mächtig Gas. Im Hauptlauf über zehn Kilometer setzte sich mit Kay-Uwe Müller ein Athlet der TSG Schwäbisch Hall durch. Der 34-Jährige folgt damit auf Vorjahressieger Christian Zöllner, der urlaubsbedingt nicht am Start war, und verwies in 34:49 Minuten Enrico Kuhn (Team Wiesent-Challenge/35:17) und Teodor Franke (BTS/36:41) auf die Plätze.
Schon zuvor über die fünf Kilometer ließ Müller nichts anbrennen. Er gewann auch den Hobbylauf in 16:14 Minuten – damit blieb er deutlich unter Zölnners Streckenrekord aus dem Vorjahr (16:41) und krönte sich zum Doppelsieger. Zweiter wurde erneut Kuhn (16:32), Franke belegte in 17:45 Minuten wieder Platz drei.
Bei den Frauen verteidigte Tina Grieger (MaliCrew Bayreuth) ihren Titel über zehn Kilometer erfolgreich. In 42:13 Minuten feierte sie ihren dritten Sieg in Folge und den insgesamt vierten nach 2019, 2023 und 2025. Damit überflügelte sie die bisherige Rekordsiegerin (2017, 2018, 2022) und Streckenrekordinhaberin (39:14) Elvira Flurschütz. Auf Rang zwei landete Katharina Dupke (43:43), Dritte wurde Isabella Berlit (43:49).
Über fünf Kilometer holte sich bei den Frauen Leni Schömburg-Heuck (LG Bamberg) den Sieg in 17:38 Minuten. Sie unterbot damit den Streckenrekord von Laura Martinez (18:32) deutlich. Es folgten Anneka Döhla (18:11) und Tina Grieger (19:39), die somit bei beiden Distanzen auf dem Podest stand.
Im Halbmarathon setzte sich mit Florian Koch ein Läufer des Laufteams Bayern durch. Er siegte in 1:16:07 Stunden knapp vor Benjamin Dillitz (CEP/1:16:16) und Sven Rudolph (Team medi/1:24:59). Damit blieb Koch nur 48 Sekunden über dem Streckenrekord, den Christian Zöllner 2022 mit 1:15:19 aufgestellt hatte.
Bei den Frauen war Franziska Härtl in 1:30:31 Stunden nicht zu schlagen. Diese Zeit bedeutete ebenfalls einen neuen Streckenrekord. Diesen hatte zuvor Katja Stöcker inne (1:31:21). Platz zwei ging an Simone Heber (Team Icehouse, 1:42:06), Rang drei an Anna-Lena Döring (1:44:53).
